Was Anhydritestrich ausmacht
Anhydritestrich besteht aus einem selbstnivellierenden Mörtel auf Basis von natürlichem Calciumsulfat. Er verläuft nahezu von selbst und ermöglicht eine besonders ebene Bodenfläche – eine ideale Grundlage für Parkett, Vinyl, Designbeläge und großformatige Fliesen.
Weil der flüssige Estrich die Heizrohre vollständig umschließt, überträgt er die Wärme sehr gut. Anhydritestrich ist mit hydraulischer (wasserführender) und elektrischer Fußbodenheizung kompatibel. Große Flächen lassen sich mit deutlich weniger Fugen herstellen als mit Zementestrich.
Vorteile im Überblick
- Hohe Wärmeleitfähigkeit – die Fußbodenheizung reagiert schneller.
- Sehr gute Ebenheit durch selbstnivellierenden Einbau.
- Großflächig und fugenarm verlegbar.
- Kurze Einbauzeit – auch große Wohnungen sind oft an einem Tag gegossen.
- Für Neubau und Renovierung geeignet.
Wo Anhydritestrich an Grenzen stößt
Calciumsulfat reagiert empfindlich auf dauerhafte Feuchtigkeit. Für Außenbereiche, Garagen und ständig nasse Räume ist er ungeeignet – dort verlegen wir Zementestrich. Im häuslichen Bad ist Anhydritestrich mit fachgerechter Abdichtung möglich.
Vor dem Belegen wird die Oberfläche in der Regel angeschliffen und abgesaugt, damit Grundierung und Kleber optimal haften. Das stimmen wir mit Ihrem Boden- oder Fliesenleger ab.
Belegreife und Aufheizen
Nach DIN 18560-1 gilt Calciumsulfatestrich bei 0,5 CM-% Restfeuchte als belegreif – beheizt wie unbeheizt. Viele Belagshersteller verlangen bei beheiztem Estrich weiterhin 0,3 CM-%; den Zielwert legen wir deshalb vorab mit allen Gewerken fest. Das Funktionsheizen einer Fußbodenheizung kann nach DIN EN 1264-4 bei Calciumsulfatestrich frühestens nach 7 Tagen beginnen. Mehr dazu im Ratgeber Heizestrich richtig aufheizen.



